Wie ist der Ablauf für die Kfz-Zulassung?

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Wenn man ein Kfz zulassen möchte, benötigt man zwingend eine eVB-Nummer. Eine Zulassung kommt meist dann in Frage, wenn man zum Beispiel ein neu gekauftes Auto anmelden, einen Gebrauchtwagen wiederzulassen oder ein Fahrzeug nach einem Halterwechsel ummelden möchte. Doch wie funktioniert die Anmeldung eigentlich genau? Der Ablauf für die Kfz-Zulassung ist dabei nahezu immer ähnlich.

Beschaffung der Dokumente

Zuerst benötigt man eine elektronische Versicherungsbestätigung für das Fahrzeug, um den gesetzlich erforderlichen Mindestschutz der Haftpflichtversicherung nachzuweisen. Fahrzeughalter können die Bestätigung direkt online nach Auswahl und Abschluss der gewünschten Versicherungsleistungen anfordern (gegebenenfalls mit Hilfe des Fahrzeugscheins und -briefs).

Sofern noch keine aktuelle Hauptuntersuchung von einem Prüfdienst vorhanden ist, muss sie nach dem Kauf beziehungsweise vor der Wiederzulassung eines bereits vorhandenen Verkehrsmittels beschafft werden. Ohne den urkundlichen Nachweis wäre die Fahrt zu der Zulassungsbehörde sinnlos.

Erfassung bei der Zulassungsstelle

Sobald alle Papiere vorhanden sind, kann man den Wagen oder das Kraftrad bei dem zuständigen Amt anmelden. Die erstellten Ziffern der eVB-Nummer muss man dann mitsamt den restlichen Zulassungsunterlagen bei der örtlichen Zulassungsstelle vorzeigen. Die Anmeldung ohne gültige eVB oder Hauptuntersuchung ist unmöglich.

Anders als oft vermutet, muss der anzumeldende Pkw oder das Motorrad hingegen selbst nicht mit zu der Meldestelle gebracht oder vorgeführt werden. Das gilt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass das Kraftfahrzeug schon mal zu einem anderen Zeitpunkt zugelassen war. Lediglich bei frisch gekauften, noch nie zugelassenen Neuwagen und bei Fahrzeugen aus dem Ausland kann eine Vorstellung notwendig sein.

Die normale Kfz-Zulassung (Vollzulassung) ist zeitlich nicht begrenzt und somit dauerhaft anerkannt bis die Abmeldung aktiv in die Wege geleitet wird. Lediglich bei der Anmeldung von Kurzzeitkennzeichen ist die Versicherungs- und Zulassungsdauer auf den beantragten Zeitraum beschränkt (meist 3 bis 15 Tage).

Erstellung der Kfz-Kennzeichen

Nach einer kurzen Prüfung der eVB-Nr. und der anderen Zulassungsdokumente ist die Anmeldung erfolgt und die Kfz-Kennzeichen können sofort an Ort und Stelle erstellt werden. Dafür erhält man einen Berechtigungsschein, den man einem Schilderpräger übergibt, damit die persönlichen Kennzeichen angefertigt werden können. Dieses Vorgehen dauert gewöhnlich nur wenige Minuten, so dass die neuen Schilder dem Sachbearbeiter direkt vorgelegt werden können und die Zulassungsplakette aufgeklebt werden kann.

Nach der Kfz-Zulassung

Hat der Sachbearbeiter die Plakette angebracht, muss der Fahrzeughalter nur noch die Kennzeichen an dem zugelassenen Gefährt anschrauben und darf dann augenblicklich losfahren. Sofern noch nicht automatisch geschehen, muss danach noch das neue Nummernschild der Versicherung mitgeteilt werden, damit eine genaue Zuordnung im Schadensfall stattfinden kann.

Ebenso wichtig ist auch die Zahlung des Erstbeitrages an den Versicherungsanbieter. Ab dem Tag der Zulassung besteht zwar sofort der Schutz über die vorläufige Haftpflichtdeckung. Der beantragte Versicherungsschutz für Teilkasko und Vollkasko tritt aber erst dann in Kraft, wenn der erste Versicherungsbeitrag von dem Versicherungsnehmer bezahlt oder vorab der Lastschrifteinzug vereinbart wurde.