Darf man mit der eVB-Nummer zur Zulassungsstelle fahren?

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Die eVB-Nummer ist ein Nachweis darüber, dass im Falle eines Unfalls der Versicherungsschutz über eine Versicherungsgesellschaft gewährleistet ist. Dementsprechend könnte man daraus folgern, dass man mit dem eigenen Auto oder Motorrad bereits zur Kfz-Anmeldung (notfalls auch ohne Kennzeichen) fahren darf, sobald die elektronische Versicherungsbestätigung ausgestellt wurde.

Die aktuelle Sachlage lässt eine solche Verfahrensweise allerdings nicht zu. Bevor Autos oder anderweitige Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren dürfen, müssen sie unbedingt vorher bei der örtlichen Zulassungsstelle angemeldet worden sein. Auch wenn bereits die theoretische Absicherung über eine Versicherung besteht, ist die Fahrzeugnutzung ohne eine offizielle Anmeldung nicht erlaubt. Die eVB-Nummer dient der Zulassungsstelle lediglich zur Kontrolle, dass eine Kfz-Versicherung besteht.

Sollte man das Kraftfahrzeug trotzdem unerlaubt im Straßenverkehr führen, kann das Straßenverkehrsamt unter anderem ein Bußgeld und Punkte verhängen. Handelt man gar vorsätzlich oder grob fahrlässig, kann es zusätzlich passieren, dass die Versicherung im Schadensfall keinen Schutz gewährt.

Von diesen Bedingungen abgesehen, gibt es zwar auch eVB-Nummern, die eine direkte Fahrt zur Zulassungsstelle ermöglichen. Eine gemachte Hauptuntersuchung muss jedoch noch gültig sein und die Versicherung muss die Deckung auch für ungestempelte Kfz-Kennzeichen gewährleisten.