Wo kann man sein Kfz überall anmelden?

4.1/5 (10)

Wenn man ein Kraftfahrzeug zulassen oder ummelden möchte, muss das immer bei einer örtlichen Kfz-Zulassungsstelle erfolgen. Die Meldestelle prüft dann anhand der mitgebrachten Unterlagen, ob eine Zulassung genehmigt werden kann.

Anmeldung und Ummeldung

Es gibt genaue Regelungen für die straßenrechtliche Zulassung von Kraftfahrzeugen. Die Anmeldung, Ummeldung und Wiederzulassung von Dauerkennzeichen oder Saisonkennzeichen darf demnach nur am gemeldeten Hauptwohnsitz erfolgen. Also an dem Ort, wo sich der Halter überwiegend aufhält und somit den Lebensmittelpunkt hat. An dem entsprechenden Wohnort muss der Halter mitsamt der Anschrift gemeldet sein, damit die Kfz-Anmeldung möglich ist.

Ist die Zulassung am Zweitwohnsitz erlaubt?

Sofern man zusätzlich einen Zweitwohnsitz hat und dort ein Auto oder sonstiges Fahrzeug anmelden möchte, ist dies leider nicht realisierbar. Ein Nebenwohnsitz wird grundsätzlich nicht als Anmeldeort anerkannt.

Das gilt zum Beispiel auch, wenn der Fahrzeugbesitzer einen Zweitwagen hauptsächlich am Zweitwohnsitz zur Verfügung haben und fahren möchte. Das Zweitfahrzeug müsste dann auch immer am Erstwohnsitz gemeldet werden.

Möchte der Eigentümer jedoch unbedingt einen anderen Zulassungsort einrichten (zum Beispiel aufgrund von günstigeren Versicherungskosten), muss die Halterschaft auf eine andere Person übertragen werden, die in dem gewünschten Landkreis ihren Wohnort behördlich gemeldet hat.

Ausnahmen bei Kurzzeitkennzeichen

Grundsätzlich sollte die Zulassung von Kurzzeitkennzeichen auch am eigenen Hauptwohnsitz erfolgen. Dennoch ist die Registrierung in bestimmten Situationen und unter behördlichen Voraussetzungen fast überall möglich.

Eine besondere Sachlage liegt beispielsweise vor, wenn jemand vor einem potentiellen Autokauf einen Gebrauchtwagen außerorts begutachten möchte. Entscheidet man sich dann direkt für den Kauf, muss oft schnell ein Kurzzeitkennzeichen her, damit das Auto zum eigenen Wohnsitz überführt und langfristig angemeldet werden kann.

Aus diesem Grund geben die meisten Zulassungsstellen eine Freigabe für die Anmeldung, wenn vorher telefonisch Rücksprache mit der eigentlich zuständigen Behörde gehalten wurde. Neben dem Personalausweis und der eVB-Nummer sollte der Halter dann auch den Kfz-Kaufvertrag mitbringen, um nachzuweisen, dass der Autoverkäufer aus dem Zulassungsort stammt.