Welche Kosten fallen bei einer Kfz-Zulassung an?

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Will man ein Kraftfahrzeug zulassen, entstehen in diesem Zusammenhang mehrere Gebühren, die von dem Fahrzeughalter zu bezahlen sind. Wie teuer die einzelnen Kosten sein können, wird hier in einer Übersicht gezeigt.

Anmeldegebühr

Bei der Anmeldung eines Autos oder Motorrads muss man diese Bearbeitungsgebühren bei der Kfz-Zulassungsstelle entrichten. Die Gebühren sind nicht gesetzlich festgelegt und können daher je nach Anmeldeort und Behörde gering von den aufgelisteten Zahlen abweichen:

  • Neuzulassung ab 27,- EUR
  • Ummeldung eines regionalen Kennzeichens mit Halterwechsel ab 19,- EUR
  • Ummeldung eines auswärtigen Kennzeichens mit Halterwechsel ab 29,- EUR
  • Ummeldung eines auswärtigen Kennzeichens ohne Halterwechsel ab 17,- EUR
  • Saisonkennzeichen ab 28,- EUR
  • Kurzzeitkennzeichen ab 12,- EUR
  • Wunschkennzeichen ab 10,- EUR
  • Ausfuhrkennzeichen ab 34,- EUR
  • Wiederzulassung nach Außerbetriebsetzung ab 11,- EUR

Hauptuntersuchung

Sofern ein Kraftfahrzeug vor der Kfz-Anmeldung noch keine Prüfbescheinigung hat oder die alte Prüfplakette bereits abgelaufen ist, muss man bei einer staatlich anerkannten Prüfstelle die Hauptuntersuchung (einschließlich der Abgasuntersuchung) durchführen lassen. Dabei werden die Bauteile, elektronische Systeme und Funktionen auf Mängel untersucht. Zu den anerkannten Prüfstellen gehören zum Beispiel Dekra oder der TÜV.

Der rechtliche Turnus für die Untersuchung liegt bei Motorrädern bei 2 Jahren. Für neue Pkw’s muss die Prüfung frühestens 3 Jahre nach der Erstzulassung erfolgen. Danach ist sie in einem 2-Jahres-Rhythmus notwendig.

Die Kosten für die Kontrolle belaufen sich bei Autos auf bis zu 100,- EUR, können aber auch je nach Umfang und Dienstleister darunterliegen. Für Motorräder sind sie etwas geringer und betragen ungefähr 65,- EUR.

Kfz-Kennzeichen

Jedes Fahrzeug, das im öffentlichen Straßenverkehr genutzt wird, braucht ein Kennzeichen. Die Schilder können entweder direkt bei der Zulassungsstelle oder online im Internet bestellt werden. Bei der Bestellung über einen Internetanbieter muss man die gewünschte Kennzeichenfolge vorab reservieren, damit ein nicht nutzbarer Schilderdruck vermieden wird. Bei dem Online-Service entstehen für die Erstellung der Fahrzeugschilder etwaige Kosten ab etwa 16,- EUR. Die örtlichen Anbieter in der Nähe der Zulassungsbehörde sind meist geringfügig teurer.

Möchte man sich ein Wunschkennzeichen reservieren, kann man das bei der zuständigen Zulassungsstelle tun. Hierfür fallen je nach Anmeldeort mindestens 2,- EUR an. Bei einer längeren Reservierung bis zu 3 Monaten können zusätzlich noch Gebühren von ungefähr 10,- EUR entstehen.

Kfz-Versicherung

Laut gesetzlichen Regelungen muss ein Fahrzeug mindestens eine Haftpflichtversicherung haben. Eine Autoanmeldung ohne das Vorhandensein einer Kfz-Versicherung ist nicht möglich. Als Nachweis dieser Absicherung dient daher die eVB-Nummer, die von der Versicherung ausgehändigt wird und für die Kfz-Zulassung unbedingt notwendig ist.

Die Preise des Versicherungstarifs variieren je nach Fahrzeugtyp, gewünschter Versicherungsleistung und vorhandener Schadenfreiheitsklasse. Interessenten können die Kosten für Autos und Motorräder vor dem Besuch bei der Anmeldestelle online berechnen.

Steuer

Die Kfz-Steuer wird in der Regel sofort fällig, wenn ein Wagen oder Kraftrad angemeldet wurde. Nachdem die Zulassung durchgeführt ist, wird automatisch eine Mitteilung an die Zollverwaltung geschickt. Der Zoll stellt daraufhin einen Steuerbescheid aus und schickt diesen zur Bezahlung innerhalb weniger Wochen an den Fahrzeughalter.

Die Höhe der Gebühren ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Für die Berechnung sind die folgenden Angaben ausschlaggebend:

  • Fahrzeugart (z. B. Pkw oder Motorrad)
  • Erstzulassungsdatum
  • Kraftstoffart (Benzin oder Diesel)
  • Abgas- / Schadstoffnorm (CO2-Ausstoß)
  • Hubraum (in ccm)
  • Art der Zulassung (Normal oder Saison)
  • Steuervergünstigung (z. B. bei Schwerbehinderung oder Elektrofahrzeugen)

Damit die Beiträge per Lastschriftverfahren eingezogen werden können, muss man bei der Zulassungsbehörde eine gültige Bankverbindung vorlegen. Der festgelegte Betrag wird dann jährlich maschinell eingezogen.