Wie hoch sind die Kosten für ein Saisonkennzeichen?

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Wenn man ein Auto oder ein Motorrad nur während eines bestimmten Jahresabschnitts fahren möchte, kann man ein Saisonkennzeichen beantragen. Das Saisonkennzeichen ist dann nur während der versicherten Zeitspanne gültig und somit insgesamt günstiger als eine Ganzjahreszulassung. Die exakten Gesamtkosten sind dabei von verschiedenen Faktoren abhängig.

Zulassungsgebühren

Die Gebühren für die Zulassung belaufen sich auf eine Höhe von ungefähr 30,- Euro. Sie werden einmalig fällig und sind zusammen mit den Zulassungsunterlagen zu überreichen. Möchte man den Zeitraum ändern beziehungsweise verlängern oder den Halter ummelden, fallen diese Gebühren im gleichen Umfang erneut an. Zusätzlich muss eine neue eVB-Nummer erstellt werden und an die Anmeldestelle weitergereicht oder automatisch von der Versicherung übermittelt werden.

Anhand der Anmeldung eines Saisonkennzeichens haben die Inhaber im Vergleich zu einer Vollzulassung den Vorteil, dass sie nicht jedes Jahr zur Zulassungsbehörde fahren müssen, um das Fahrzeug für die gewünschte Dauer wieder kostenpflichtig an- und abzumelden. Bei der Saisonzulassung legt man schon vorab die jährlichen Zulassungsintervalle fest und spart somit die behördliche Abgaben.

Die Nutzungsdauer ist gesetzlich nach Paragraf 9 Absatz 3 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung geregelt. Demnach muss die Inbetriebnahme mindestens zwei Monate und maximal elf Monate betragen. Die erlaubte Verwendung beginnt immer zum Anfang und läuft zum Ende der angemeldeten Monate ab.

Herstellungskosten der Schilder

Die Kosten für die Kennzeichenschilder sind vom jeweiligen Anbieter abhängig und liegen etwa zwischen 20,- und 40,- Euro für zwei Stück. Die Kfz-Schilder können die Fahrzeugeigentümer sowohl direkt bei der Anmeldung in der Nähe der Zulassungsstelle produzieren lassen oder vorab online bestellen, wenn das Wunschkennzeichen vorher bei der Behörde reserviert wurde.

Saisonversicherung

Die Preise für die dazugehörige Saisonversicherung müssen die Fahrzeughalter individuell berechnen, da diese immer von dem Fahrzeugtyp und dem Umfang der Deckung abhängig sind. Die Kfz-Besitzer können hier jedoch relativ einfach auf Online-Rechner oder Versicherungsberater zurückgreifen, um mit einem Versicherungsvergleich die Kosten entsprechend gegenüberzustellen.

Grundsätzlich ist der Versicherungszeitraum für die Kalkulation der Beiträge besonders wichtig. Je kürzer der Zeitabschnitt ist, desto günstiger wird auch die Versicherung. Versichert man beispielsweise einen Pkw für nur vier Monate im Jahr, liegen die Kosten hierfür bei etwa 4/12 des Jahresbeitrags. Desweiteren werden bei der Berechnung je nach Anbieter unterschiedliche Unfallstatistiken und Erfahrungswerte verwendet, womit die Beiträge bei jeder Versicherung entsprechend beeinflusst und kalkuliert werden.

Möchte man nach einem Kalenderjahr in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft werden, sollte man zudem darauf achten, dass man mit einem Saisonkennzeichen mindestens sechs Monate versichert gewesen sein muss. Dauerte der Versicherungsschutz weniger als sechs Monate verbleiben die Versicherungsnehmer stets in der alten Schadenfreiheitsklasse.

Kfz-Steuer

Ebenso wie bei einer saisonalen Versicherung muss auch die Höhe der Steuerlast spezifisch festgesetzt werden. Die entscheidenden Kriterien für Saisonkennzeichen sind dabei die Abgaswerte, der Hubraum, die Zulassungsdauer, sowie die Fahrzeug- und Antriebsart des Kraftfahrzeugs.

Dennoch ist die Kfz-Steuer anteilig günstiger als eine Jahreszulassung, da nur die beantragten Monate bei der Ermittlung berücksichtigt werden. Wie bei einer dauerhaften Anmeldung können bestimmte Fahrzeuge und Halter auch hier von der Kraftfahrzeugsteuer befreit werden, wenn die rechtlichen Voraussetzungen vorliegen.