Welche Unterlagen braucht man für die Kfz-Zulassung?

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Damit man ein Verkehrsmittel in Deutschland anmelden oder ummelden kann, müssen sich die Autobesitzer an die ortsansässige Kfz-Zulassungsstelle wenden. Dort bekommen sie zum einen alle Informationen, die man für die Kfz-Zulassung benötigt und zum anderen erhält man dort auch direkt die Erlaubnis für die Nutzung im Straßenverkehr.

Notwendige Zulassungspapiere

Damit die Kfz-Zulassung beziehungsweise die Ummeldung klappt, muss die anmeldende Person die folgenden Unterlagen mitbringen und dem zuständigen Sachbearbeiter vorlegen:

  • eVB-Nummer
  • Personalausweis oder Reisepass
  • Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief
  • Beleg über die Haupt- und Abgasuntersuchung (TÜV-Prüfbericht)
  • Kfz-Kennzeichenschilder (oft vor Ort erstellbar)
  • Geld für die Anmeldung
  • Bankverbindung für Einzug der Kfz-Steuer
  • ggf. Gutachten nach Paragraf 23 StVZO für Oldtimerkennzeichen

Kfz-Zulassung durch dritte Personen

Falls man beabsichtigt die Anmeldung von einem Dritten durchführen zu lassen, benötigt man zusätzlich eine unterschriebene Vollmacht von dem Halter. Die meisten Zulassungsstellen brauchen in diesem Fall außerdem die daraus folgenden Nachweise im Original:

  • Personalausweis / Reisepass des Vollmachtgebers
  • Personalausweis / Reisepass des Bevollmächtigten
  • Erlaubnis zur Auskunft über mögliche Rückstände der Kraftfahrzeugsteuer

Bei der Vorlage eines Reisepasses muss zudem eine aktuelle Meldebescheinigung vom Einwohnermeldeamt mitgebracht werden, damit der gemeldete Hauptwohnsitz überprüft werden kann.

Kfz-Zulassung auf Minderjährige

Sofern das Auto oder Motorrad auf eine minderjährige Person (Alter unter 18 Jahren) zugelassen werden soll, müssen die Erziehungsberechtigten dem Vorhaben zustimmen. Der Zulassungsstelle müssen dann darüber hinaus diese Dokumente vorgelegt werden:

  • Schriftliche Einwilligung der Eltern / Erziehungsberechtigten (Mustervorlage)
  • Personalausweise der gesetzlichen Vertreter
  • ggf. Sorgerechtsnachweis (bei alleinerziehenden Eltern)

Minderjährige mit einer Schwerbehinderung müssen zudem den Schwerbehindertenausweis mitbringen. Damit können vom Gesetzgeber möglicherweise Kfz-Steuererstattung in Anspruch genommen werden.

Sollte kein Handicap vorliegen, ist es zwingend erforderlich, dass der Jugendliche bereits einen Führerschein für das anzumeldende Verkehrsmittel besitzt und diesen auch mitnehmen muss.

Dokumente für gewerbliche Zulassungen

Für die Anmeldung von Firmenwagen auf eine im Handelsregister eingetragene Firma (zum Beispiel GmbH, AG, KGaA) müssen neben den oben genannten auch die nachstehenden Zulassungsdokumente mitgenommen werden:

  • Handelsregisterauszug
  • ggf. Adressnachweis (zum Beispiel anhand eines Steuerbescheids)
  • Kopie des Personalausweises eines Vertretungsberechtigten

Bei anderen Unternehmen, wie GbR, Selbstständige oder Freiberufler, ist je nach Gewerbeart ein Nachweis anhand dieser Unterlagen möglich:

  • Gewerbeanmeldung / Amtliche Bescheinigung über die Gewerbeniederlassung
  • Nachweis einer berufsständischen Kammer (zum Beispiel Notar- oder Ärztekammer)
  • Kopie des Personalausweises eines Vertretungsberechtigten

Für Vereine sind neben den anfangs erwähnten Papieren die folgenden Unterlagen erforderlich:

  • Auszug aus dem Vereinsregister
  • Kopie des Personalausweises eines Vertretungsberechtigten

Fahrzeuge aus dem Ausland

Möchten Fahrzeughalter ein Kraftfahrzeug aus dem Ausland in das Inland importieren und zulassen, müssen sie sich über die normalen Unterlagen hinaus das CoC-Papier (Certificate of Conformity) beschaffen. Das bekommt man von dem Fahrzeughersteller und wird bei Neuwagen nahezu immer automatisch mit ausgestellt. Sollte das Zertifikat bei Gebrauchtwagen nicht vorhanden sein, muss ein gesondertes Gutachten erstellt werde.

Bei der Übergabe eines Reisepasses oder eines ausländischen Personalausweises sollte man darauf achten, dass dieser noch mindestens drei Monate gültig ist, da die Zulassungsbehörde ansonsten eine Anmeldung verweigern kann oder die momentanen Adressdaten bei der örtlichen Behörde abfragen muss. Durch die Abfrage können außerplanmäßige Gebühren entstehen.

Muss man das Fahrzeug vorführen?

Grundsätzlich müssen Fahrzeughalter das Kraftfahrzeug für die normale Zulassung nicht vorführen. Es gibt also keine Vorführpflicht.

Allerdings verlangen vereinzelte Zulassungsstellen eine Vorstellung des Wagens, wenn es sich um ein Neufahrzeug (mit Tageszulassung) oder ein Import aus dem Ausland handelt. Das Vorgehen unterliegt keiner einheitlichen, gesetzlichen Richtlinie, so dass die Behörden hierüber frei entscheiden können. Ein kurzer Anruf bei dem zuständigen Amt kann hier Klarheit schaffen.